Reinert Kunststofftechnik

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Schweißen

 

Ultraschallschweißen

Beim getakteten Ultraschall-Schweißen werden ein oder mehrere thermoplastische Materialien durch innere Reibung in der Fügezone miteinander verbunden.Das Ultraschall-Schweißen findet man überall dort, wo thermoplastische, polymerverträgliche Kunststoffe zum Einsatz kommen und hoher Anspruch an die Fügetechnik besteht. Gegenüber anderen Schweißverfahren eignet sich das Ultraschall-Schweißen besonders, wenn schnelle Prozesszeiten bei hoher Prozesssicherheit gefragt sind oder wenn keine weiteren Zusatzstoffe oder Lösungsmittel verwendet werden sollen. Außerdem zeichnet sich das Ultraschall-Schweißen durch die Qualität, die Festigkeit und die exakte Reproduzierbarkeit der Schweißnähte aus.

Die wesentlichen Eigenschaften und Vorteile des Ultraschall-Schweißens sind:
  • Verschweißen von verschiedenen thermoplastischen Materialien entsprechend ihrer Polymerverträglichkeit wie z.B. PP, PVC, PE, PET, ABS, Verbundstoffe, Gewebe, Vliese oder Folien
  • Sehr schnelle Prozesszeiten
  • Sehr gute Prozesskontrolle und -sicherheit durch Überwachung der Schweißparameter
  • Selektive Energiezufuhr mittels digitaler Steuerung des Schweißprozesses
  • Konstante Schweißqualität mit optisch perfekten und stabilen sowie reproduzierbaren Schweißnähten
  • Optisch ansprechende Schweißnahtgestaltung durch individuelle Ambossprägung
  • Umweltfreundliche Technologie
    • Geringer Energiebedarf beim Schweißen
    • Keine Lösungsmittel und Zusätze zum Schweißen
    • Sortenreines Recycling der geschweißten Werkstücke
  • Kalte Schweißwerkzeuge
    • Keine Aufwärmzeiten der Maschine
    • Keine Schäden an den Werkstücken beim Stoppen der Maschine
    • Keine Beschädigungen oder Falten auf dem geschweißten Material
    • Kein Erhitzen der zu verpackenden Ware z.B. in der Verpackungsindustrie
    • Schnelles und einfaches Wechseln der Schweißwerkzeuge
  • Luft- und flüssigkeitsdichte Schweißnähte
    • Wasserundurchlässiges Schweißen von Bereichen, die mit Fett, Öl oder natürlichen Fasern benetzt sind
    • Ideal zum Versiegeln z.B. von Verpackungen

 

Spiegelschweißen

 

Rotationsschweißen

 

Beim Rotationsschweißen wird die Wärme, die zum Plastifizieren des Materials benötigt wird, durch Grenzflächenreibung zwischen den beiden Formteilen erzeugt. Das aufzuschweißende Teil wird in eine
rotierende Bewegung gebracht, während das zweite Fügeteil fest fixiert bzw. verdrehgesichert arretiert ist.
Das rotierende Fügeteil wird durch geeignete konstruktive Maßnahmen, wie das Anbringen von Stegen, Nasen
oder Verrippungen, durch den Rotationsmitnehmer kraftschlüssig in Bewegung versetzt. Beim Schweißprozess
wird auf die Fügeteile ein Axialdruck ausgeübt, durch die auftretende Grenzflächenreibung und daraus resultierende Scherwärmung wird der Kunststoff im Bereich der Fügefläche angeschmolzen. Im wesentlichen kann diese Technik nur bei Formteilen eingesetzt werden, die eine rotationssymmetrische Fügefläche besitzen. Dabei sollte die geometrische Gestaltung der Fügeflächen in Stufen oder keilförmiger Ausführung ausgelegt
sein.

Die Schweißzeit liegt beim Rotationsschweißen bei etwa einer Sekunde und damit in einem sehr wirtschaftlichen Bereich

 

Vibrationsschweißen